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INSEKTENPFLANZEN

FRÜHJAHRSBLÜHER

Stauden, Zwiebelgewächse: Schneeglöckchen, Winterling, Krokus, Scilla, Traubenhyazinthe, Leber-blümchen, Gänsekraut, Lungenkraut, Blaukissen, Bärlauch, Silberwurz, Steinkraut, Vergißmeinnicht, Gemswurz, Goldnessel

Sträucher: Schneeheide, Haselnuß, Kornelkirsche, Weiden, Schlehe, Blutjohannisbeere, Goldjohannisbeere, Alpenjohannisbeere, Mahonie, Weißdorn, Hartriegel, Berberitze, Weigelie, alle Beerensträucher

Bäume: Weiden, Kornelkirsche, Ahorn, Eberesche, alle Obstbäume

SOMMERBLÜHER

Sommerblumen: Goldmohn, Reseda, Cosmea, Himmelsleiter, Beinwell, Katzenminze, Malven, Löwen-schwanz, Wasserdost, Gamander, Zierlauch, Phacelia, Tagetes, Kornblumen, Sommerazaleen, Schönmalve, Sonnenblume, Senf (als Gründüngung)

Stauden: Fetthenne, Salbei, Ziermohn, die meisten Gewürzkräuter (z.b. Salbei, Thymian, Lavendel, Schnittlauch, Boretsch u.a.), Kugeldistel, Mädchenauge, Indianernessel, Sonnenbraut, Kokardenblume, Dost, Weberkarde

Sträucher: Fingerstrauch, Falscher Jasmin, Rosenhortensie, Kletterhortensie, Rosen (ungefüllt), Clematis, Wilder Wein, Liguster, Kolkwitzie, Bartblume, Heckenkirsche, Schneebeere, Roseneibisch, Felsenmispel

Bäume: Kastanie, Robinie (Falsche Akazie), Sommerlinde, Winterlinde

SPÄTSOMMER-und HERBSTBLÜHER

Alle ungefüllten Dahlien, Astern und Tagetes, Herbstanemone, Topinambur, Zitronenmelisse, Boretsch, Wasserdost, Goldrute, Besenheide, Efeu

Blumenwiese

Im (Zier) Rasen gibt es keine Lebensmöglichkeit für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Igeln, selbst den Regenwürmern gefällt es hier nicht. Eine Wiese mit Kräutern und Blumen bringt Leben in den Garten: es blüht und duftet, Bienen und Hummeln finden sich ein, Grillen und Heuschrecken zirpen im Sommer, Schmetterlinge segeln, Käfer lassen sich beobachten, Vögel suchen nach Nahrung... Deshalb: lassen Sie wachsen und blühen, was sich ansiedelt: gelben Löwenzahn, blauen Ehrenpreis, Weißklee mit vielen Kugelköpfchen, weiße Schafgarbe, weiße Wiesenmargareten mit gelbem Herz, lila Flockenblumen, rosa Gänseblümchen vom Frühjahr bis zum Herbst. Die Umstellung vom Zierrasen zur Blumenwiese geht nicht von heute auf morgen, läßt sich aber durch Einsaat von käuflichem Saatgut beschleunigen. Eine Wiese ist pflegeleichter als Rasen, denn sie muß nicht gegossen werden und nur zwei bis drei Schnitte im Jahr genügen.

Pflanzensamenmischung / Nahrungspflanzen für Schmetterlinge und Insekten

Büschelschön

Buchweizen

Gelbsenf

Koriander

Ringelblume

Schwarzkümmel

Ölrettich

Kornblume

Wildmalve

Dill

Borretsch

Phacelia tanacetifolia

Fagopyrum esculentum

Sinapis alba

Coriandrum sativum

Calendula officinalis

Nigella sativa

Raphanus sativus

Centaurea cyanus

Malva sylvestris

Antheum graveoleus

Borago officinalis

40 %

25 %

7 %

6 %

5 %

5 %

3 %

3 %

3 %

2 %

1 %

Die Zahlen geben die Gewichtsanteile in der Saatgutmischung an

Die Tübinger Mischung wurde für die Begrünung von brachgelegten Feldern im Extensivierungs-Programm der Europäischen Union entwickelt.

Tübinger Mischung ist für alle Böden und in allen Lagen geeignet (Ausnahme trockene Sandflächen). Die Aussaat sollte in feuchten Boden erfolgen, das Saatgut muß leicht von Erde bedeckt sein, da es einige Dunkelkeimer enthält. Bei Drillsaat kann etwa 5 cm Furchentiefe eingestellt werden, bei flächiger Aussaat sollte das Saatgut eingeeggt werden. Die Aussaat sollte terminlich so festgelegt werden, daß die Sämlinge nicht mehr von den Nachtfrösten der Eisheiligen geschädigt werden. Vielerorts hat sich die erste oder zweite Maiwoche als Saattermin bewährt. Bei Maschinensaat werden 7 kg/ha benötigt, bei Flächensaat 9-10 kg je nach Bodenkörnung. Der Preis pro kg Tübinger Mischung liegt bei Euro 5,95 bis 7,45, je nach Packungsgröße.

Bezugsquelle:
Becker-Schoell AG, Postfach 1156,                              Art.-Nr. 111604 Bienenweidemischung 89
72666 Neckartailfingen, Fax 07127-932750.                  Tübinger Mischung

Tübinger Mischung beginnt etwa 3 Wochen nach Aussaat zu blühen. Tübinger Mischung sollte den Winter über stehen bleiben. Die Samen werden von körnerfressenden Vögeln gern angenommen. Die Pflanzenreste können im Frühjahr untergepflügt oder, eingegrubbert werden. Die im Frühjahr noch vorhandenen Samen genügen für eine Neubegrünung. Durch eine leichte Bodenbearbeitung im April sollten die gereiften Samen leicht mit Erde bedeckt werden.

Der Bauer und sein Kind

Der Bauer steht vor seinem Feld
und zieht die Stirne kraus in Falten:
"Ich hab den Acker wohl bestellt,
auf reine Aussaat streng gehalten!
Nun seh mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan!"

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
mit bunten Blüten reich beladen;
im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt: "Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht!"

Julius Sturm (1816-1896)