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Umgang mit Bienen

Eine natürliche Furcht vor Bienen bzw. Bienenstichen hat eigentlich jeder Mensch. Wobei Kinder noch am wenigsten Angst haben. Furcht und panische Angst bei Kindern stellt sich meist erst durch falsches Verhalten der Eltern den Kindern gegenüber ein.

Der richtige Umgang mit Honigbienen kann erlernt werden. Anfänger in der Bienenhaltung sollten sich erst einmal schützen, dafür gibt es Schutzkleidung. Dadurch wird anfängliche Angst vermindert und Sicherheit im Umgang mit den Bienen gewonnen. Die Schutzkleidung besteht aus heller Kleidung (Schwarz mögen die Bienen nicht) Gesichtsschutz, Handschuhen. Bei Eingriffen sollte immer die Imkerpfeife oder der Smoker dabei sein (Rauch vertreibt die Bienen).

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Imker mit Stichschutz

Bild. Imker  ohne Schutzausrüstung

Bei einiger Erfahrung sollte als erstes auf die Handschuhe verzichtet werden, später bei zunehmender Vertrautheit mit den Bienen kann auch auf den Gesichtsschutz verzichtet werden.

Wir verzichten ganz auf Schutzkleidung. Das hat den Vorteil dass ohne Schutzkleidung besser gearbeitet werden kann, besonders an warmen Tagen. Auch behandelt man die Bienen dadurch rücksichtsvoller und mit mehr Einfühlungsvermögen. Nur auf ein wenig Rauch verzichten wir nicht. Sind die Bienen unruhig oder nervös z.B. bei schwülem Wetter oder aus anderen Gründen so werden keine Arbeiten durchgeführt.

Es ist natürlich das ein Bienenvolk sein Nest gegen Eindringlinge verteidigt. Wie würde sich ein Mensch verhalten wenn Fremde in seine Wohnung eindringen würden, ihm seine Vorräte rauben würden? Also jeder Eingriff in ein Bienenvolk stört nicht nur den fein abgestimmten Ablauf im Volk sondern ist auch ein Angriff. Zum Glück hat die Honigbiene den Stachel als Verteidigungswaffe, es würde sie sonst vermutlich nicht mehr geben.

Das Verhalten des Imkers ist  entscheidend für das Abwehrverhalten der Bienen.

Bienen können gut sehen: Schnelle Bewegungen lösen Abwehrverhalten aus. Alle Verrichtungen werden ruhig und bedächtig ausgeführt.

Bienen haben einen guten Geruchsinn: Starke unangenehme Gerüche, (Parfüm, Alkoholgenus, Schweißgeruch) lösen auch Abwehrverhalten aus. Es ist auf Sauberkeit der Kleidung zu achten.

Bienen haben einen Erschütterungssinn: Erschütterungen, Klopfen, Stoßen und Rütteln sind zu vermeiden.

Temperatur: Die Temperatur im Bienenvolk liegt bei über 30°C, darauf muß Rücksicht genommen werden. Bei Temperaturen unter 18°C sollten Eingriffe vermieden werden.

Zeitpunkt: Zeitpunkte für Eingriffe werden mit Bedacht gewählt. Günstig ist der Vormittag an hellen warmen Tagen. Der Spätnachmittag bei größeren Arbeiten, damit sich die Bienen über Nacht wieder sortieren können. Starke Winde sind ungünstig und auch schwüle Tage. Es gibt Tage an denen besonders viel Nektar eingetragen wird, man sieht es wie die Sammelbienen wie Pfeile aus den Fluglöcher schießen, und zurückkommend sich schwer beladen, erschöpft  auf die Anflugbrettern fallen lassen wer wird sie dabei stören wollen?  

Für einen Imker ist es unvermeidlich dass er mal einen Bienenstich abbekommt. Wird ein Imker aber öfter, oder sogar viel gestochen, stimmt etwas mit seinem Verhalten den Bienen gegenüber nicht.

Wer ist ein Imker?

ein Imker ist der,
der keine Bienen zukauft,
der keine Königinnen zukauft,
und der keinen Honig zukauft,
und dennoch das ganze Jahr Honig zu verkaufen hat!