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Konkurrenz zwischen Wild- und Honigbienen

Honigbienenvölker können ganze Flächen besetzen und schwächere Arten verdrängen. Konkurrenz tritt auch auf wenn in der Landschaft eine generelle Blütenarmut herrscht. Es kommen solche (Wild-) Bienenarten zu kurz, deren Nahrungspflanzen auch von der Honigbiene besammelt werden. Bestandsbedrohte Bienenarten sind besonders stark betroffen, da sie in der intensiv genutzten Kulturlandschaft oft keine Ausweichmöglichkeit haben.  

Der Rückgang von Wildbienen (und Hummeln) ist besonders stark bei der Wanderimkerei mit dem plötz­lichen massenhaftem Auftreten großer Individuenmengen. Die Wildbienenfauna steht plötzlich einer Übermacht von Konkurrenten gegenüber.

So kann es erforderlich sein, die Imkerei in Naturschutzgebieten mit Vorkommen von gefährdeten Wildbienenarten einzuschränken.

Imker die sich auch als Naturschützer sehen, sollten darauf Rücksicht nehmen und sich in solchen Fällen mit den Naturschutzbehörden absprechen.

 

So konnte erst Evertz (1993) zeigen, daß in der Umgebung von Bienenvölkern die Indivi­duenzahlen von Solitären Bienen z.T. drastisch zurückgingen. Der Effekt ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß in einer Zeit, in der ohnehin günstige Trachtquellen (Nektar und Pollen) rar sind, gerade die Honigbiene aufgrund ihrer Blütentreue und Individuenmasse Wild­bienen stark Konkurrenz macht.

Da die Honigbiene in der Obhut des Menschen ist unterliegt sie nicht mehr den natürlichen Schwankungen. So gibt es Völkermassierungen und Gegenden die frei von Honigbienen sind, das hat natürlich auch Einfluss auf  andere Bienenarten.