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Bienenbeutenkäfer

Das tropische Afrika gilt als sein natürliches Verbreitungsgebiet. Beutenkäfer wurden erstmals 1998 in Florida im Zusammenhang mit Völkerzusammenbrüchen festgestellt. Inzwischen ist er weiträumige bis in die nördlichen Staaten der USA vorgedrungen. Die Überlebensfähigkeit des kleinen Beutenkäfers ist nicht auf tropische und subtropische Klimabereiche beschränkt. Eine große Gefahr für die europäische Bienenwirtschaft wird durch Paketbienentransporte die nach Europa stattfinden gesehen. Eine Einschleppung aus den USA ist zu befürchten.

Aussehen:

Der dunkelbraun bis schwarz gefärbte Käfer ist 5 bis 7 mm lang und lebt im Bienenstock, wo er seine zahlreichen Eier ablegt. Die ausschlüpfenden Larven, die kurz vor der Verpuppung bis zu 11 mm Länge erreichen, wachsen innerhalb von vier Wochen wieder zu erwachsenen Käfern heran. Die Verpuppung erfolgt außerhalb des Stockes im Erdreich.

Auswirkungen:

Larven und erwachsene Käfer ernähren sich von Bienenbrut, Honig- und Pollenvorräten, es kommt in befallenen Völkern zu erheblichen Schäden. Die von Fraßgängen durchsetzten Waben weisen einen säuerlich gärigen bis fauligen Geruch auf. Bei starkem Befall ziehen die Bienenvölker als Notschwärme aus. Da der Käfer auch außerhalb des Bienenvolkes überlebensfähig ist (er lebt hier bevorzugt auf fauligen Früchten), gestaltet sich seine Bekämpfung in den Verbreitungsgebieten besonders schwierig.

 

Der Kleine Beutenkäfer ist in Portugal gefunden worden.

Im September 2004 wurden etwa 120 Königinnen aus den USA nach Portugal importiert. Zwei Tag nachdem die Königinnen eingeweiselt worden waren, untersuchte das nationale Labor in Portugal sowohl die Transportkäfige der Königinnen als auch die Begleitbienen und fand zwei bis drei Eier und Larven des Kleinen Beutenkäfers. Die Völker wurden daraufhin abgetötet, die Asche und sonstige Materialien einen Meter tief im Boden vergraben. Vor und hinter dem Standplatz der Beuten hat man in einer Breite von 4 m den Boden 30 cm tief desinfiziert. Zusätzlich wurde der Boden auf der vollen Breite von 8 m mit einer transparenten Plastikfolie abgedeckt. Drei Monate lang wird diese wegen der Möglichkeit der Verschleppung durch Wanderlarven auf aus dem Boden schlüpfende Käfer untersucht.