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Hartbrut Ascosphaeriose

 

Erreger der Kalkbrut ist ein Schimmelpilz, die Ansteckung der Maden (vorzugsweise Drohnenbrut) erfolgt durch die widerstandsfähigen Sporen des Pilzes. Diese Sporen keimen aus durchwuchern und umspinnen die Bienenmade. Die Maden sterben meist schon vor der Verdeckelung der Zellen ab, sie werden mumifiziert.

Ascosphaera apis hat männliche und weibliche Sporen, die nach dem Auskeimen jeweils ein eigenes Mycel bilden. Treffen männliche und weibliche Pilzgefäden auf der Bienenoberfläche zusammen, werden kugelige Sporenbehälter (Fruchtkörper = Sporangien) gebildet in denen kugelige Sporenbehälter (Sporenballen = Asci) gebildet werden. Wenn die Hülle des reifen Sporenballens platzt, werden die widerstandsfähigen und infektiösen Sporen frei. Die Sporen werden  mit den Bienen, den Waben oder durch Luftzug verteilt und infizieren wieder junge Rundmaden .

Größe der Sporen: 3/1000 mm Größe des Sporenbehälters (enthält Sporenballen): 1/10 mm.

Bild Kalkbrutmumien

Krankheitsbild:

Befallenen Maden haben zu Anfang ein weißes flockiges Aussehen, später härten sie aus und werden zu Mumien. Die Mumien sind erst gelblich und werden, wenn der Pilz Fruchtkörper bildet, grau-grünlich. Mumien in den Wabenzellen liegen locker und erzeugen beim Schütteln der Wabe klappernde Geräusche. Bei stärkerem Befall liegen Mumien über den Boden bis zum Flugloch heraus.

Auslösefaktoren:

Ungünstige Umwelteinflüsse, zu feuchter und kalter Standort, zu schwache Bienenvölker.  

Maßnahmen zur Bekämpfung:

Die Bienen bekämpfen die Kalkbrut dadurch dass sie kranke Maden aus den Zellen entfernen. Imkerliche Maßnahmen; Völker einengen, befallene Waben entfernen, Mumien entfernen, eventuell Standort wechseln, oder auch Königin austauschen.

Hygiene:

Befallene Waben einschmelzen. Kalkbrutmumien vom Boden entfernen. Aluminiumfolie/blech in den Boden legen. Beuten desinfizieren.

Immer auf Sauberkeit achten!

Steinbrut Aspergillus flavus (Gießkannenschimmel, Schimmelpilz)

Infektion der Biene (Rundmade oder erwachsene Biene) mit Sporen im Futter. Im Bienendarm keimen die Sporen aus u. durchziehen und zerstören die Organe. Auf der Außenseite der Biene bildet der Pilz stengelförmige Sporenträger, an dem Sporen gebildet und abgeschnürt werden. Die Sporen (Konidiosporen) sind widerstandsfähig und infektiös, sie bilden selten auch noch einen Fruchtkörper mit Ascosporen, die beschriebene Sporenbildung ist jedoch viel häufiger.

Abgestorbenen Mumien (Streckmaden/Vorpuppen) sitzen fest in den verdeckelten Zellen, der Pilz durchwächst z. T. die Waben. Der Pilz befällt auch erwachsene Bienen. Die Bienen können die Bienenlarven schwer entfernen, nagen z.T. die Zellwände ringsherum ab und überziehen die Mumie mit Kittharz. Farbe der Mumien/Bienen ist weiß/grau bis hellgrün/bräunlich. Größe der Sporen 6/1000 mm