Home zurück

Wabenbau und Brutnestaufbau der Honigbiene

Wabenbau: Honigbienen und auch Hummeln bauen ihre Waben aus körpereigenem Wachs. Das Wachs wird in den Wachsdrüsen produziert besteht hauptsächlich aus Palmitinsäureester und dem Cerin. Die Bienen besitzen 4-Paar Wachsdrüsen im Hinterleib (7 bis 10 Bauchschuppe). Unterhalb der Wachsdrüsen befinden sich die Wachsspiegel, durch die Öffnungen derselben sickert das Wachs und erstarrt, in Form der Spiegel, zu Wachsplättchen.

    

Diese werden mit der Wachszange an den Hinterfüßen abgenommen und mit den

 Zangen der Oberkiefer zu Klümpchen geknetet und durch den Bautrupp verbaut.

Aus dem Wachs errichten die Bienen senkrecht hängende Waben im Zellmuster. Beide Seiten der Wabe bestehen aus sechseckigen Zellen, hauptsächlich aus Arbeiterinnen-Zellen (5,37 mm Durchmesser, mittel) oder/und Drohnenzellen (6,91 mm Durchmesser, mittel). Brutzellen haben eine Tiefe von 10-12mm, Honigzellen werden von den Bienen oft wesentlich länger ausgezogen. Die Zellen verlaufen etwas schräg nach oben, Neigungswinkel bei Brutzellen 5°, Honigzellen bis 20° (verhindert das Auslaufen des frisch eingetragenen Nektars).

Die Zellengröße und Farbe der Arbeiterinnenzellen verändert sich mit der Zeit wenn die Waben bebrütet werden. Nach dem Schlupf einer Biene bleibt der Kokon, und auch der Larvenkot am Zellengrund, zurück, die Zellen werden kleiner, die Waben immer dunkler. 

                                                                                                                                                                                           

Bild Wabenbau

Bild  Zellen  Arbeiterbau

Bild Zellen Drohnenbau

Bild Zellenformen

Brutnestordnung: Beim Bau des Wabennestes wird von den Bienen grundsätzlich die Kugelform angestrebt. In der Wabenmitte wird die Brut bis zur Unterkante gepflegt. Über den Brutflächen liegt ein Kranz von Pollen und über diesem ein Honigkranz. In der Mitte des Brutnestes befinden sich die ältesten Stadien der Brut die durch immer jüngere Stadien in beide Richtungen abgelöst werden. Das Brutnest wird beiderseitig durch eine Pollenwabe abgeschlossen dann folgen die Honigwaben. Mit dieser Form können die Bienen die Brut optimal versorgen,  die Brutnesttemperatur von + 35°C am effektivsten ausnutzen und ein geeignetes Mikroklima erhalten.  

Aus diesem Grund ist es wichtig das Brutnest immer möglichst so zu belassen und es nicht zu zerreißen. Trotzdem wird diese Idealform oft durch den Imker im laufe des Jahres durch Umhängen von Waben immer wieder gestört und verändert.

Form der Wabenzellen

                     

Die sechseckige Zelle ist die ideale Form, die eine maximale Menge Honig aufnimmt, und für die Brut (Bienenmaden) eine annähernde runde Form darstellt. Wabenbau: 1. stehende Zellen 2. liegende Zellen

        

Die für die Ausnutzung von Einheitsflächen optimale geometrische Form, ist das Sechseck. Wenn die Waben anstatt sechseckig, in anderen Formen gestaltet wären, dann würden unbenutzbare Flächen entstehen. Während sie den gleichen Rauminhalt besitzt, wird sie mit einer geringeren Menge von Wachs erzeugt, als andere Formen. Um jede runde Zelle sind  sechs weitere Zellen, sie fließen (während des Bauens) in die Sechseckform im Druckausgleichgewicht. (d.h. die Zellen besitzen anfangs nicht die Sechseckform)