zurück

Tiergesundheit durch Nektarhefe.

Blütenbestäubende Insekten tragen einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung der vom Landwirt gehaltenen Wiederkäuer bei.

Untersuchungen deutscher Wissenschafter (Lünschermann, Bröker, Klein) in den 40er und 50er Jahren des letzten Jahrhunderts haben dass gezeigt.

Der Beitrag der Insekten liegt darin, dass sie die auf vielen Wiesenblumen vorhandene Nektarhefe - einen Hefepilz - bei ihrem Nektarbesuch auf andere Blütenpflanzen übertragen und somit verbreiten. Je blumenreicher eine Wiese ist, desto wirksamer kann die Ausbreitung dieser bedeutsamen Hefen vor sich gehen.

BEDEUTUNG DER NEKTARHEFE:

Die Bedeutung der Nektarhefe liegt darin, dass sie im Pansen einen Eiweißaufbau aus nicht eiweißartigen Stickstoffverbindungen (Amiden, Ammonsalzen usw.) ermöglicht. Dieser Eiweisaufbau kann unverdauliche Stoffe der Grünpflanzen, des Heus und des Strohs für die Wiederkäuer nutzbar machen und hat auch einen entscheidenden Einfluss auf verschiedenen Funktionen der Tiere wie Milcherzeugung, Wollerzeugung, Wachstum, Zeugung, Fortpflanzung.

Dieser Eiweißaufbau kann aber nur bei einer ganz bestimmten Mikrobenflora des Magens entstehen in der die Nektarhefe eine ausschlaggebende Rolle spielt, geichzeitig sorgt sie dafür, dass schädliche Mikroben, wie sporenbildende Bakterien, Schimmelpilze und Strahlenpilze nicht aufkommen.

Die Wiesenblumen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Rinder, Schafe und Ziegen, denn auf Ihnen kommt die Nektarhefe vor und insofern steigern die Honigbiene, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und anderen Blütenbesucher die Güte einer blumigen Weide, befruchten sie also auch für die Wiederkäuer.